Unsere Werte

Durch den Kreuzestod Christi ist unser “alter Mensch mitgekreuzigt”, damit der “Leib der Sünde vernichtet werde” (Röm 6,6). Paulus spricht hier nicht von einer zukünftigen Hoffnung, sondern von einer bereits geschehenen Realität: Wir sind der Sünde “gestorben” und damit ihrer Herrschaft entzogen. Als Josua Kirche leben wir aus diesem vollbrachten Werk – nicht kämpfend um Befreiung, sondern wandelnd in der Befreiung, die Christus ein für alle Mal erwirkt hat.

Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit – und da geschieht Verwandlung. Paulus bezeugt: Wenn wir „mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen”, werden wir „in dasselbe Bild verwandelt von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich vom Geist des Herrn” (2Kor 3,18). Diese Transformation ist keine bloße Kopfsache – sie geschieht in der lebendigen Begegnung mit dem gegenwärtigen Gott. Im persönlichen Gebet, im gemeinsamen Lobpreis, im Hören auf sein Wort: Überall dort, wo wir uns seiner Gegenwart öffnen, wirkt sein Geist verändernd in uns. Wir wollen als Gemeinde seine Nähe suchen und erwarten, dass er uns prägt. Wir sind überzeugt, dass wir Christus immer ähnlicher werden, je mehr Zeit wir in seiner Gegenwart verbringen – und das ist unser tiefstes Verlangen.

Das Wort Gottes ist „lebendig und wirksam, schärfer als jedes zweischneidige Schwert” – es dringt durch bis zur Scheidung von „Seele und Geist, Mark und Bein” und richtet „die Gedanken und Absichten des Herzens” (Hebr 4,12). Vor diesem Wort kann sich niemand verstecken. Es ist Gericht und Gnade zugleich – es deckt auf, was verborgen ist, und weist den Weg zum Leben. Wir wollen eine Gemeinde sein, die sich diesem Wort stellt, es studiert und sich von ihm formen lässt.

Jesus versprach, dass der Geist der Wahrheit die Seinen „in die ganze Wahrheit leiten” werde (Joh 16,13). Diese Verheißung erfüllte sich zunächst in der apostolischen Verkündigung, die uns in der Schrift überliefert ist. Doch der Geist, der die Schrift inspirierte, illuminiert sie auch für uns heute. Er verherrlicht Christus, indem er uns das Evangelium aufschließt und uns im Alltag leitet. Wir wollen als Gemeinde lernen, im Einklang mit der Schrift auf seine Stimme zu hören und ihr zu folgen.

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„Unser Bürgerrecht ist im Himmel”, schreibt Paulus, „von woher wir auch den Herrn Jesus Christus als Retter erwarten” (Phil 3,20). Diese Bürgerschaft bedeutet: Wir leben nach den Maßstäben einer anderen Wirklichkeit. Gleichzeitig haben wir durch Christus „freien Zugang zum Thron der Gnade” (Hebr 4,16). Diese doppelte Realität – eschatologische Hoffnung und gegenwärtiger Zugang – prägt unser Denken, Beten und Handeln. Wir sind Pilger mit himmlischem Pass.

„Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist” (Röm 5,5). Paulus verwendet hier ein Bild der Überfülle: Die Liebe Gottes ist nicht spärlich zugeteilt, sondern reichlich „ausgegossen”. Sie ist das sichere Fundament unserer Hoffnung, weil sie Gottes eigene Liebe ist, vermittelt durch seinen Geist. Wer von dieser Liebe erfüllt ist, wird selbst zur Quelle – nicht aus eigener Kraft, sondern weil Gottes Liebe überfließt.

„Lasst uns fröhlich sein und jubeln und ihm die Ehre geben; denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich bereit gemacht” (Offb 19,7). Die Offenbarung zeichnet das Bild einer Braut, deren Bereitschaft in „reiner, glänzender Leinwand” besteht – erklärt als „die gerechten Taten der Heiligen”. Diese Brautschaft ist Gnade und Berufung zugleich. Wir leben in der Spannung zwischen dem „Schon” der Erwählung und dem „Noch nicht” der Vollendung – wach, rein und voller Erwartung.

Wie Josua aufgefordert wurde: „Sei stark und mutig; denn du sollst diesem Volk das Land zum Erbe austeilen” (Jos 1,6), so sind auch wir berufen, das Erbe in Christus in Besitz zu nehmen. Die Kühnheit Josuas gründete nicht in seiner Stärke, sondern in Gottes Zusage: „Der HERR, dein Gott, ist mit dir überall, wohin du gehst” (Jos 1,9). Diese Verheißung trägt auch uns. Als Josua Kirche wollen wir Pioniere sein – nicht aus Selbstüberschätzung, sondern aus Vertrauen auf den, der vor uns hergeht.

„Ohne mich könnt ihr nichts tun”, sagt Jesus im Bild vom Weinstock (Joh 15,5). Die Rebe, die vom Stock abgetrennt ist, verdorrt – nicht aus Strafe, sondern aus Natur. Leben fließt nur in Verbindung. Diese Abhängigkeit ist keine Last, sondern Geschenk: Der Weinstock trägt die Rebe, nicht umgekehrt. Wir wollen als Gemeinde in Christus bleiben – täglich verbunden, täglich empfangend, täglich getragen von seiner Gnade.

„Jeder gebe, wie er es sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber liebt Gott” (2Kor 9,7). Paulus schreibt dies im Kontext der Kollekte für Jerusalem – ein konkreter, materieller Akt der Liebe. Wahre Großzügigkeit entspringt nicht dem Gesetz, sondern der Gnade: Wer begriffen hat, dass er selbst reich beschenkt ist, dem fällt das Geben leicht. Wir wollen als Gemeinde diese Freude am Geben kultivieren – mit Zeit, Gaben und Ressourcen.

„Wie der Leib einer ist und doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obwohl es viele sind, doch ein Leib sind: so auch Christus” (1Kor 12,12). Paulus’ Bild ist radikal: Wir sind nicht nur Mitglieder einer Organisation, sondern Glieder eines Leibes. Das Auge kann nicht zur Hand sagen: „Ich brauche dich nicht” (V.21). Wir brauchen einander – in Verbindlichkeit, Ehrlichkeit und gegenseitiger Fürsorge. In dieser organischen Gemeinschaft wächst, was Gott pflanzt.

Paulus häuft in Epheser 1 Segen auf Segen: „auserwählt vor Grundlegung der Welt” (V.4), „vorherbestimmt zur Sohnschaft” (V.5), „begnadigt in dem Geliebten” (V.6), „erlöst durch sein Blut” (V.7), „versiegelt mit dem Heiligen Geist” (V.13). Diese Identität ist nicht Ergebnis unserer Leistung, sondern Geschenk seiner Gnade. Wer diese Wahrheit verinnerlicht, wird freigesetzt – nicht zu hektischer Aktivität, sondern zu fruchtbarem Wirken aus der Ruhe dessen, der weiß, wem er gehört.

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